Das alte Sprichwort „Träume sind Schäume“ ist eigentlich nicht richtig. Vielmehr ist damit gemeint, dass im Traum oft alles verzerrt oder verschlüsselt dargestellt wird. Es ist eine lebendige Zeichensprache, die Gefühle, Erlebnisse und Persönlichkeit aufarbeitet. So manchem kommt sein Traum vor, wie ein Abenteuer- oder Science Fiktion Film: vor außergewöhnlichen Kulissen, mit unheimlichen Gestalten oder in einer verklärten Welt.

Einen Großteil der Träume nehmen wir nicht wahr und können uns oftmals nur ungenau oder gar nicht erinnern. Meistens wird einem Traum auch nur dann Bedeutung geschenkt, wenn er besonders große Angst ausgelöst hat. Jeder kennt das Gefühl, Schweiß gebadet aus einem Alptraum aufzuwachen und froh zu sein, dass es nur ein Traum war.

Jeden Tag wirken viele Ereignisse auf den Menschen ein. Er erlebt Positives, Negatives, streitet oder freut sich. Es sind Entscheidungen zu treffen, mitunter lebenswichtige. Im Schlaf sollen Körper und Geist sich erholen, dazu gehört auch, dass der Tag verarbeitet wird. Interessanterweise bilden sich aber gerade Probleme und schwierige Situationen zu Träumen aus. Auch Wünsche können im Traum sehr deutlich werden. Das Unterbewusstsein agiert in vollem Umfang und sehr lebendig. Im Traum wird alles sehr überzogen und vielleicht auch brutal dargestellt. In Wirklichkeit aber drücken diese Szenarien die eigene Gefühlslage aus.

Es ist durchaus sinnvoll, Träume zu deuten bzw. zu interpretieren. Eine 1:1 Umsetzung ist jedoch nicht möglich. Gerade die Alpträume sind es, die versuchen, eine unzufriedene Situation ans Licht zu bringen. Deswegen lohnt es sich, hier genauer hinzuschauen. Traumtagebücher können auch bei psychischen Störungen hilfreich sein Störungen hilfreich sein.